UNTERSCHWARZ

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Die geschichtliche Entwicklung

Erste Ansiedlung

Nach Forschungen gehört Unter-Schwarz mit Schlitz, Queck und Ober-Wegfurth zu den ältesten Ansiedlungen im Schlitzerland. Die Buntsandsteinlage des Dorfes gehört zu den unfruchtbarsten Deutschlands. Schon um 300 nach Christus soll sich dort eine Chattensiedlung befunden haben. Um 750  nach Christus soll sich Bonifatius auf seinen Reisen von Hersfeld nach Fulda die rechte Fuldastraße, sie sie im Volksmund genannt wurde, und ab Wegfurth über Unter-Schwarz nach Fraurombach, das Schlitzerland berührt haben. Um das Jahr 1300 hat Unter-Schwarz bereits dem Gericht Wegfurth angehört, das 1327 an die Herren von Eisenbach und an den Konvent Fulda vergeben worden sein soll  und sich 1410 erstmals in Besitz der Ritter von Schlitz befunden haben.

Eine der frühesten Anlagen scheint die Mühle aus dem Jahre 1493 gewesen zu sein. In diesem Jahr erhalten der Müller und auch einige andere Familien von einem Ritter Simon von Schlitz, genannt von Görtz, die Genehmigung, den Boden zu roden und zu Äcker und Wiesen zu bearbeiten. Sie bekamen auch das Recht, sich getrennte Hofraiten zu Bauen und diese als Erbe weitergeben zu dürfen. Sie durften ohne Genehmigung ihrer Grundherren die Höfe nicht teilen und haben verschiedene Naturalabgaben an die Herrschaft in Schlitz abzuliefern. Von Weinfuhren, Kuhdiensten und anderen Diensten waren sie aber befreit.

Das Freigut hatte allerdings in Kriegszeiten die Verpflichtung, einen völlig ausgerüsteten Reiter für das kaiderliche Heer zu stellen. Ausserdem was das Freigut verpflichtet, dem im den Krieg ziehenden Reiter einenGrabstein zu errichten, von dem  er auch sein Pferd bestieg. Fiel der Soldat im Krieg, musste ihm in der Kirche in Ober-Wegfurth eine christliche Leichenfeier gehalten werden.

Namensentwicklung

Das Weistum spricht von „alden swarcza“. Zwischen Langenschwarz und Unter-Schwarz wies das Schwarzbachtälchen einst noch weitere Wohnstellen auf, von denen nur zwei Mühlen überdauert haben. Diesseits der Grenze trug ein kleiner linksseitiger Wiesengrund den Flurnamen „Im Rod“ und ein wenig unterhalb auf gleicher Talseite wurden auf einem Ackerland genutzten Vorsprung im Flurteil „In der Schwarz“ Mauerreste gefunden. Nicht auszuschliessen ist, dass nicht nur hier an der mittleren, sondern auch an der unteren Schwarz zusätzliche Siedlungsstellen zu finden waren. Der Volksmund bezieht sogar die Wüstung Grabenhaug am oberen „Mur“-Graben als „Ober-Schwarz“ ein. Der heutige Ortsname Unter-Schwarz der“ Siedlung am Ausgang des Tälchens hat „Nidern Schwarz“ abgelöst (1493) und dieser wiederum „alden swarcza“. In einer Liste von altem Fischer- und Wasserzins Anfang des 16. Jahrhunderts stehen die beiden Fischergüter von Unter-Schwarz noch unter „Alten Schwartz“ verzeichnet.

Die drei Doppelhöfe

Am unteren Bachlauf der Schwarzbach nahe der Fulda, in hochwassergeschützter Lage, sollte das einstige „grosse“ Fischergut gestanden haben. Es ist die Ortslage von drei Korrespondenzhof-Paaren, die im dörflichen Sprachgebrauch als die „Vernerlaenner“ (=Vorderländer) bezeichnet wurden und die die heutigen Hausnamen „Lepse/Muhrsch“, „Fauste/Oadems“ und „Joanes/Dierings“ tragen.

Die durch Rodung vergrößerten Grundstücksbestände führten jedoch zur Teilung der Doppelhöfe. Die in 1493 noch als 3 Höfe aufgeführten Besitztümer waren 1584 schon als 6 Hofteile aufgeführt.

Das Fischereiwesen

Ein großes und ein kleines Fischergut zu Altenschwarz mit zugehörigem „Fischguth“ sowohl in der weiten Fulda-Aus als auch im Schwarzbachtälchen sind Beweis, welch dominierenden Platz in der kleinen Siedlung die mittelalterliche Klosterfischerei einst einnahm. Im 16. Jahrhundert fällt auf , dass sich am Schwarzbach, der späterhin wie alle Schlitzerländer Bachläufe herrschaftliches Wasser war, verhältnismäßig mehr altes „Fischguth“ hatte erhalten können als in der Unter-Schwärzer Fuldaaue.

Wie die „fuldische“Geschichte des großen Fischergutes zu Unter-Schwarz  endete, darüber sind keine Einzelheiten bekannt. Nahe der sich am Ausgang des Mittelalters festigenden nordöstlichen Grenze des Schlitzerlandes lag am rechten Fuldaufer das altherkömmlich vogtfreie Gut im damaligen Spannungsfeld fuldischer, hersfeldischer und ritterschaftlicher Interessen. Auch nach 1500 noch führten die von Görtz Klage, dass Trümbacher und Hersfelder Jäger in der Schwarz „ober vnsern dorf Nidernschwarz“ gejagt hätten.

Die Mühle

Die Mühle von Unter-Schwarz ist die einzige und daher älteste Steinmühle in unserer (Untergrund) Gegend. Ein Teil des Schwarzbach-Wassers wird umgeleitet. Früher wurde damit das Mühlrad angetrieben, heute dient das Wasser der Sauerstoffzufuhr für einen  Teich. Die Mühle war bis 1966 in Betrieb.

Der Brückenbau

Durch den Brückenbau 1892 wird die Verbindung zum Schlitzerland stärker. Der gute Kontakt zu Langenschwarz wird weniger. Die Flösse und Ruderbote werden ersetzt.

Die Tracht

Bild wird nachgeliefert

Die Entstehung des Richthofs

Zur Unter-Schwärzer Gemarkung gehört auch der „Rechberg“, der am rechten Fuldaufer gegenüber von „Wegfurt“ gelegen ist. Schon 1409 wird „der Regberg“ und in einer „Landscheide“ von 1598 „der Stein unterm Rechberg“ genannt. Auf seiner Höhe gab es in alten Zeiten eine Anzahl von Höfen (es werden 7 gemutmaßt), geschichtlich fehlen hierfür aber die Beweise. Man weiß aber von einer „Wustung“ denn es ist jegliche Besiedlung vernichtet – wohl dem dreißig jährigen Krieg zum Opfer gefallen – vielleicht aber auch schon früher, etwa im Bauernkrieg verlassen worden und verödet. Von der Wüstung „Rechsberg“ war zu Beginn der Neuzeit „Rechbergs der hof“ in Bewirtschaftung (1543). Geht man der Geschichte rückschreitend nach, so ergeben sich folgende Daten: Im Jahre 1681 kaufte Freiherr Johann von Schlitz genant von Görtz „denen Rechtsmännern ihr baurecht“ ab. Das bedeutete, er musste einen Geldzins an die von Schlitz und an die von Trümbach zahlen, war aber „sonsten den Jungkern nicht weiter mit Zinsen verhafftet, dient auch nicht“.

Auf einer der Hofstellen, die  aller Wahrscheinlichkeit nach der Dorfälteste, der „Richter“, bewohnte, an die sich die Bezeichnung der Richthof“ knüpft, erbaute sich der Freiherr Johann von Schlitz, der Besitzer des als „ganz öd und wüstgelegenen orths“ geschilderten Grund und Boden  im Jahr 1681 ein Sommerschlösschen. Anfangs war es nur ein einfacher einstöckiger Bau und ein kleines Hofgut, doch entstanden ein zweites größeres Schlösschen und die weiteren Bauten im Laufe der nächsten Jahrzehnte zugleich mit den gärtnerischen Anlagen, welche durch Alleen verbunden in die Waldung übergehen.

Görzsche Verfügungsgewalt

Die 16 Ortschaften des Schlitzerlandes waren bis zum Jahr 1806 der Standesherrschaft Schlitz unterstellt.

Das Backhaus

Man weis nicht genau, aus welchen Zeitraum das Unter-Schwärzer Backhaus stammt. Fest steht jedoch, dass es schon vor der Jahrhundertwende gestanden hat. Unter-Schwarz hat bis 1955 Brot und Kuchen gebacken. Circa 2 bis 3 mal ist das Backhaus wöchentlich angeheizt worden. Nach diesem Zeitraum der intensiven Nutzung liess das Backen immer mehr nach,weil viele Bäcker nach Unter-Schwarz kamen und man so schneller und einfacher ein Brot erstehen konnte.

Die Wasserleitung

Die Wasserleitung wurde in Unter-Schwarz in 1951 in Handarbeit  verlegt – ein Meisterwerk der Eigenleistung. Vorher mussten alle Haushalte das Wasser vom Schwarzbach oder vom Born nach Hause tragen. Auch Kinder Wurden schon zum Wassertragen eingesetzt. Das Wasser war nicht nur für die Haushalte selbst, sondern auch für das Vieh herbeizuholen.

In gut einjähriger Bauzeit hatte jede Familie etwa 5 Meter Leitungsgraben selbst von Hand ausgegraben. Man muss sich vorstellen, Unter-Schwarz hatte etwa 120 Einwohner und wenn alle geschaufelt hatten, wurde beim ersten wieder begonnen.1951 war es dann soweit. Unter-Schwarz konnte seine eigens hergestellte Wasserleitung einweihen. Viele ältere Menschen drehten den Wasserhahn auf und wussten ihn vor Freude nicht wieder zuzudrehen. Andere weinten Freudentränen über diese neue Errungenschaft.

Die Gemarkung

Unter-Schwarz besteht aus 32 Wohnhäusern und einigen Wirtschaftsgebäuden. Es liegt mit dem Richthof in einer Gemarkung von 478 Hektar, von denen 178 landwirtschaftlich genutzt werden.

Betriebe / Handwerker im Dorf

Bis etwa zum Jahre 1953 gab es eine Stellmacherei, einen Wagner, eine Schmiede, einen Müller und eine Schreinerei. Unter-Schwarz war also bis zu diesem Zeitpunkt ein autarkes Dorf. Durch die Landwirtschaft baute man sich alles selber an und kaufen brauchte man lediglich Zucker, Salz, Hefe und Kohlen. Heute gibt es leider keinen Arbeitgeber mehr in Unter-Schwarz. Lediglich Ein- oder Zweimann-Firmen sind noch vorhanden.

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Die gesellschaftlichen Aktivitäten

Das Backhausfest

Im Jahre 1975 wurde das Backhaus neu Renoviert. Schieber und andere defekte Teile wurden erneuert. Anlässlich dieser Renovierung feierte man in Unter-Schwarz ein Lindenfest unter der großen Linde auf dem Bauernhof nebenan. Nach einem Backvorgang legten viele Hausfrauen Obst in den Ofen zum Dören, oder viele Haushalte brachten ihren Sonntagsbraten  zum Garen hierher, was in Unter-Schwarz meistens Hase (für Has un Hebes) oder Hähnchen (Gickel) war. Das Fest wird seit dem jährlich wiederholt und wird vom Schützenverein ausgerichtet. Nur die Location des Festes ist direkt zum Backhaus gewandert.

Die Pfingstscheune

Diese Einrichtung wird jedes Jahr von einer Familie mit kleinen Kindern ausgerichtet. Sie dient der Belustigung und der Geselligkeit. Dabei treffen sich die Kinder und Jugendlichen am Freitag von Pfingsten und räumen eine Scheine auf und soweit aus, dass eine Schaukel installiert werden kann, die dann von den Kindern genutzt wird. Geschmückt wird die Scheune mit jungen Birken zur Begrünung. Weiterhin werden Süßigkeiten und Bratwürstchen am Pfingstwochenende verkauft. Das Ganze wird gerade selbsttragend berechnet und auch so verkauft. Eingebürgert haben sich der gemütliche Schoppen und der sonntagnachmittags zum Verzehr mitgebrachte Pudding mit Soße schon seit vielen Jahren.

Der Obst- und Gartenbaumverein

In Unter-Schwarz gibt es einen Verein, dem die Zucht und Pflege der Bäume sehr am Herzen liegt. Hier kann man auch junge Bäume bestellen, um sein Grundstück zu verschönern. Weiterhin kann man sich dabei gleich die nötigen Tipps zum Setzen der Bäume holen. Danach ist der Baum schon so gut wie angegangen.

Die freie Jugendgruppe

Die freie Jugendgruppe Unter-Schwarz entstand aus dem Gedanken heraus, sich zu Formieren um gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. Da ja der Bauwagen als Treffpunkt ausgedient hatte, wurde ein neuer Raum gesucht und gefunden. Als großes Bauvorhaben wurde der jetzige Jugendraum in Angriff genommen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Belange der Jugend wird durch den Vorstand der freien Jugendgruppe gegenüber den Behörden vorgetragen.

Der Ortsbeirat

Unter-Schwarz hat wegen der geringen Einwohnerzahl nur deshalb ein sieben Mitglieder umfassenden Ortsbeirat, weil auch die 145 Einwohner des Dorfes der Lebensgemeinschaft Richthof zum gleichen Wahlbezirk gehören, der somit 288 Bürger umfasst.

Der Schützenverein

Hier kann man auf so manche Schießlegende treffen. Freitagabends wird hier eine Gastwirtschaft organisiert und betrieben. Der Gemeinschaftsraum wird auch für kleinere Treffen der Vorstände der verschiedenen Vereine als Besprechungsraum genutzt. Er ist ein Anbau an das Dorfgemeinschaftshaus, welcher in Eigenleistung erstellt wurde. Darüber befindet sich die Bühne, bei der man zwischen Tanz- und Schießveranstaltungen schon etwas Rücksicht nehmen und verabreden muss. Der Verein hat ca. 130 Mitglieder und durchlebt gerade eine Verjüngungskur. Der neu formierte junge Vorstand möchte an alte Zeiten erfolgreich anknüpfen. Da kann man nur alles Gute wünschen. mehr...

Der Kirchenchor

Der Kirchenchor ist an die Kirche in Ober-Wegfurth angesiedelt, hat seine Probe aber im Dorfgemeinschaftshaus in Unter-Schwarz im kleinen Saal. Daher nennt er sich „Kirchenchor Ober-Wegfurth“. Hier ist es Brauch, die Stimme vor dem Gesang erst mal zu „ölen“ Wie bei vielen anderen Vereinen in der Gegend gibt es auch hier Nachwuchssorgen. Man kann die jungen Leute nur ermutigen, daran teilzunehmen, da es eine gesellige und lustige Runde ist.

Die freiwillige Feuerwehr

hat ja ne eigene Homepage, dort dann mehr Informationen

Der Familienabend

Er ist das Highlight in der Vorweihnachtszeit des Jahres. Es werden Theaterstücke vorgetragen, Tanzgruppen treten auf, es gibt zu Essen und Trinken und manchmal, wenn alle brav waren, kommt sogar der Nikolaus. Die kleinen der Kinder der Dörfer haben nun die Chance, den Nikolaus durch ein Gedicht versöhnlich zu Stimmen und erhalten eventuell auch etwas von Ihm. Nach dem Programm geht es mit einem Alleinunterhalter lustig weiter und es wird getanzt, geschunkelt und gesungen.

Die Kirmesburschen

Diese jugendliche Vereinigung stellt jedes Jahr eine Kirmes auf die Beine. Diese findet immer am ersten Wochenende im Juli statt. Auch dieses Jahr laden die Kirmesburschen Sie ein. Los geht es am Donnerstagabend mit einem gemütlichen Dorfabend zu Selbstkostenpreisen. Am Freitag ist Disco angesagt, am Samstag Tanz. Sonntags wird morgens eine Zeltkirche gehalten, danach ist Frühschoppen und mittags sind Spiele ohne Grenzen mit musikalischer Unterhaltung. Für das leibliche Wohl wird sonntags ganz speziell Spanferkel zubereitet. Der Kirmesausklang ist dann Montagabends.

Aber auch andere Feste werden von den Kirmesburschen gemeinschaftlich besucht. Dabei wird darauf geachtet, dass eine Fahrgelegenheit per Bus vorhanden ist, um niemanden in Versuchung zu Führen. Der Bus wird aus der Kirmesburschenkasse bezahlt und somit eine kostengünstige und Vernünftige Alternative zum eigenen Auto.

Einmal im Jahr wird der Vorstand der Kirmesburschen neu gewählt und gleichzeitig wird die Kasse geprüft. Diese Hauptversammlung wird meist auch dazu genutzt, um die meist erfolgreiche, letzte Kirmes zu feiern.

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Die örtlichen Besonderheiten

Das Dorfgemeinschaftshaus

Das Dorfgemeinschaftshaus ist der Mittelpunkt für eine noch durchweg intakte Gemeinschaft. Hier tagt der Ortsbeirat, der Kirchenchor hält darin seine Übungsstunden ab, es beinhaltet die Vereinsräume des Schützennvereins und Räumlichkeiten für die Hausschlachtung. Ausserdem findet man sich zu den gesellschaftlichen Aktivitäten der Vereine dort zusammen. Drei mal wöchentlich sorgen die Vereine dafür, dass man im Gesellschaftsraum des Schützenvereins gemeinsam ein Bierchen trinken kann. Der Jugendraum ist der Treffpunkt der Jugend, er hat quasi den Bauwagen erübrigt. Für das gemeinschaftliche Domizil haben die Bürger von Unter-Schwarz sehr viel Eigenleistung erbracht.1971/72 wurden beim Neubau 80% aller Arbeiten selbst erledigt und dabei 11630 Stunden erbracht. Es folgten für eine Vielzahlan Sanierungs- und Verbesserungsmaßnahmen bis zum Jahr 2002 weitere 5356 Stunden unentgeltlicher Arbeitsleistung nur an dieser Gemeinschaftseinrichtung. Legt amn die Einwohnerzahl von 134 zugrunde, so sprechen diese Leistungen eine besondere Sprache.

Das Schlachthaus

Hier werden Hausschlachtungen durchgeführt. Es ist einigermaßen geräumig und beinhaltet alles notwendige,  um auch mal eine Bullen zu schlachten. Für die Wurst stehen zwei Kessel zur Zerfügung, die nur darauf warten, „Schwartemoa“ oder „Bluns“ zu kochen.

Das Gefrierhaus

Das Gefrierhaus war früher eine wichtige Errungenschaft. Es war die zentrale Anlaufstelle der Hausfrauen im Dorf und wurde bis in die 90er Jahre genutzt. Da nun Renovierung oder Abbau zur Diskussion standen, wurde der Kältekompressor außer Betrieb genommen. Da ja die Gefriertruhen in jeden Keller Einzug genommen haben, ist diese Entscheidung mit Fassung getragen worden.

Das Feuerwehrgerätehaus

Direkt neben dem Gefrierhaus ist das Feuerwehrgerätehaus zu finden. Es wurde schon mehrmals umgebaut, um den Bedürfnissen der „Wehr“ gerecht zu werden. Der Schlauchturm ist das Wahrzeichen des Gebäudes, welches auch an der sich darauf  befindenden Sirene zu erkennen ist. Das Gebäude selbst beherbergt noch da Gefrierhaus und die Viehwaage.

Die Saugstelle

Da das Feuerwehrgerätehaus an der Schwarzbach steht, bot es sich an, hier gleich eine Saugstelle für die Tragkraftspritze zu errichten. Dafür wurde an beiden Bachufern eine Fassung in Beton gegossen, die dicke Bohlen fassen, die ihrerseits wiederum den Bach anstauen, wenn sie in die Fassungen geschoben werden.

Die Viehwaage

Wurde früher genutzt, um das Gewicht einer Sau zu bestimmen. Da Heute die Groß-Industriealisierung, Massentierzucht und die Automatisierung Einzug genommen haben, ist diese altherkömmliche Art der Gewichtermittlung nicht mehr so gefragt.

Die evangelische Kirche

Die unterschwärzer Bevölkerung wird Christlich erzogen. Bis auf wenige Ausnahmen sind sie evangelische Christen, die sich aber mit den Ober- und Unter-Wegfurthern eine Kirche teilen. Diese steht in Ober-Wegfurth am Berg und ist schon sehr alt. In der Geschichtsschreibung von Ober-Wegfurth kann man genaue Zahlen über dessen Bahnhof und die Kirche nachlesen.

Der Friedhof

Direkt an die Kirche schließt sich der Friedhof an. Er beinhaltet die letzte Ruhestätte von den Bewohnern der drei eng zusammengehörenden Dörfer. Hier ist auch die Leichenhalle zu finden, die mit Mahn- und Ehrentafel der Opfer der Weltkriege ausgekleidet ist. Auch sind hier die Grabsteine der schon weiter oben erwähnten Ritter zu finden.

Der Tierpark

Das einstige Aushängeschild von Unter-Schwarz ist geschlossen worden. Wenn man auf die Frage „Wo wohnen Sie?“ mit Unter-Schwarz antwortete, wusste niemand Bescheid. Antwortete man aber: „Neben dem Tierpark Richthof“, so war das deutschlandweit ein Begriff. Heute sind leider nur noch die Teiche und das ein oder andere Gebäude vorhanden.

Die Lebensgemeinschaft

Der Richthof ist für viele körperlich und geistig Behinderte zur Heimat geworden. Die ruhige, abgeschiedene Lage ist ideal für so ein Behindertendorf. Hier leben viele Großfamilien  in Größen von 10 bis 20 Personen zusammen. Die integrierten Werkstätten bieten Abwechslung für die „Dörfler“. Es werden allerlei alternative Produkte angeboten, die auch zum Verkauf angeboten werden. Eine Gelegenheit solche Produkte zu Erwerben ist das jährlich stattfindende Frühlingsfest. Hier gibt es Kinderbelustigung, Crepes, Halstücher und alles was das Herz begehrt. Man kann aber auch zu anderen kulturellen Ereignissen über die Fähigkeiten der Dörfler staunen. Zusammen mit dem Partnerort Sassen, bei Queck, werden Theater- und Musikvorführungen z.B. mit orf’schen Instrumenten dargeboten.

Der Jugendraum

Dieser Raum wird in Selbstregie der Jugendlichen geführt. Dazu zählt das Reinigen, welches auch immer die Toilette und die Theke mit umfasst, die Essens- und Getränkeorganisation, die Schlüsselverwaltung und das Absprechen, wann der Raum von wem belegt ist. Da Hier die Eltern nichts zu Suchen haben, ist eigentlich immer gute Laune gesichert und kann auch mal als „Rückzugsraum“ genutzt werden. Da die Zimmerhöhe sehr niedrig ist, sollte darin nicht geraucht werden. Als Vegetierstätten dienen von den Jugendlichen selbst zusammengesuchte Sessel und Sofas. Den Anfangs vorhandenen Münzfernsprechern hat man wegen technischen Problemen wieder abgehängt. So ist momentan leider kein Notruf möglich, da auch der Handyempfang dort nicht gegeben ist. Zum Glück wurde noch nie ein Notruf benötigt, obwohl auch die Bauarbeiten für den Jugendraum maßgeblich von den Jugendlichen selbst Mitgestaltet wurden. Die Strom- und Wasserleitungen sind ein Beleg für das Handwerkliche Geschick der Unter-Schwärzer Jugend.

Der Getränkeshop

Das einzige Geschäft in Unter-Schwarz. Hier kann man Getränke kaufen und samstagnachmittags zur „Teatime“ auf der Parkbank neben dem Shop ein Radler trinken.

Die Telefonzelle

Die Bühne

Die immer wiederkehrenden Hochwasser

Die Erdbeerfelder

Der Spielplatz

Die Hochspannungsleitung

Das Wasserhäuschen

Der Hochbehälter

Der Eisenbahn-Tunnel

Der Eisenbahntunnel unter dem Richthof  wird Richthoftunnel genannt. Er hat eine Länge von 3510 Metern, ein Hohlvolumen von 440000cbm und kostete ca. 95 Mio. DM.

Die Eisenbahn-Brücke

In einer Bauzeit von August 1984 bis September 1986 entstand im Bereich der Gemarkungen Wehrda, Unter-Schwarz und Langenschwarz die 748 Meter lange Schwarzbachtalbrücke. Sie überbrückt die Kreisstraße K256, den Schwarzbach und mehrere Forstwege. Die Überbauten werden von 16 Hohlpfeilern und zwei Widerlagern unterstützt. Die Pfeiler sind zwischen 10 und 50 Metern hoch und haben eine Wandstärke von 40 cm. Wegen des schlechten Untergrundes musste die Talbrücke auf insgesamt 3360 Quadratmeter Großbohrfläche gegründet werden. Der Nordhang musste zusätzlich mit Hangschirmen gesichert werden. Für die 51 Meter lange Brücke wurden 33800 cbm Beton, 3300 t Betonstaht und 445 t Spannstahl benötigt. Sie verbindet den Dornbuschtunnel und den Richthoftunnel.

Der „Rödelgraben“

Die Fuldabrücken

Die Fulda

Der Radweg

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Die Unterschiede zu den Dörfern rundherum:

Da sind als erstes die Telefonvorwahlen zu nennen. Unter-Wegfurth und Ober-Wegfurth haben 06625, also Niederaula, Unter-Schwarz hat 06653, also Burghaun und Rimbach hat 06642, also Schlitz.

Weiterhin sind die Unter-Schwärzer das letzte Dorf mit VB (Vogelsbergkreis) am Nummernschild. Ein Dorf weiter, in Langenschwarz, hat man schon FD für den Kreis Fulda. In die nördliche Richtung, nach Solms, hat man HEF für Hersfeld-Rothenburg.

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Der Gemeinschafts- und Naturgedanke

Diese Text wurde von Dominik Bernhard verfasst. Wer weitere Punkte hinzufügen oder bestehende Punkte ändern oder erweitern möchte, meldet sich bitte an webmaster @ unterschwarz . de

Die Bilder und Informationen wurden aus verschiedenen Quellen  zusammengestellt. Diese Seiten werden betreut von Wolfram Bernhard